Sonne in den Fischen – die Mondkarte im Starlight Dragon Tarot

Sonne in den Fischen – die Mondkarte im Starlight Dragon Tarot

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Da die Sonne kürzlich in das Sternzeichen Fische eingetreten ist, teilen wir heute einen gekürzten Text über die Fische-Karte XVIII (Mond) aus meinem Buch „Unterwegs mit den Starlight Dragons“ (erscheint in Kürze):

In einer dunklen nebligen Nacht finden wir uns an einem einsamen Strand am Meer. Wir richten unsere Sinne auf unsere Umgebung und riechen den urtümlichen Geruch von Salzwasser und Tang. Das Rauschen des Meeres, der auflaufenden Flut, hört sich an wie ein tiefes Atmen, ein und aus. Obwohl es vom Nebel gedämpft wird, berührt es uns tief innen und wir merken, dass wir unser Atmen daran angepasst haben. Aus dem dunklen, schwimmenden Spiegel der Wasseroberfläche schaut der reflektierte Mond auf, das Licht schwächer und somit noch mysteriöser als der Mond am Himmel. Doch beide ziehen an unserer Seele mit einem bitter-süßen Sehnen nach etwas Verlorenem, das noch nicht wieder gefunden wurde und etwas Erstrebtem, was noch nicht erreicht wurde.
In dem gespiegelten Mond der See erkennen wir einen silbernen Drachen nach oben gerichtet, um ihr himmlisches Gegenstück zu berühren. Fasziniert von dieser wundersamen Gestalt beobachten wir ihre Bewegungen. Auf einmal wird uns bewusst, dass der Drache und der Mond eine silberzarte Unterhaltung jenseits aller Worte führen. Wir denken an die zahlreichen zyklischen Rhythmen, die mit dem Mond verbunden sind, die acht verschiedenen Formen des Monds innerhalb eines Mondzyklus und wie sie sich auf Stimmungen und Aktivitäten der Menschen auswirken, den Menstruationszyklus der Frauen, die Gezeiten, die durch die Schwerkraft in einem komplexen Zusammenspiel von Mond, Sonne und Erde entstehen.
Während wir so über vieles nachdenken, was mit dem Mond zusammenhängt und was das für uns persönlich bedeutet, sehen wir plötzlich einen riesigen Fisch unter dem Drachen. Sie ist dunkelrot und deshalb fiel sie uns noch nicht auf.
Der Fisch ist ein extrem altes Wesen und der silberne Drache geht aus ihr hervor, gleichsam als höhere, lichtere „Oktave“.
Die Stimmung hat sich noch einmal geändert. Wir sind eingestimmt auf das tiefe dunkle Wasser, den Urozean, das Chaos, aus dem alles Leben entstand – eine grenzenlose Weite ohne jede Struktur, angsteinflößend, doch von unerschöpflicher Fruchtbarkeit. Sie ist nicht nur für unsere Augen gegenwärtig, sondern auch als ein tiefes Pulsieren. Und dann finden der fremdartige Fisch und seine Lebenswelt eine Resonanz in uns. Wir erkennen uns als Teil unserer evolutionären Geschichte. Der uralte Fisch ist unsere Ahnin. Die dunkle Weite vor uns ist genauso in uns: unser Unbewusstes, der Bereich unserer Schatten, Träume und unserer Intuition, aber auch unserer Kreativität.